Willkommen beim BUND Kreisverband Vogelsberg

BUND Kreisverband Vogelsberg
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Willkommen beim BUND Kreisverband Vogelsberg

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Kreisverband Vogelsberg setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle die auf ihr leben bewohnbar bleibt. Neben den Verbänden in der EU, in Deutschland und den Bundesländern gibt es den BUND auch im Vogelsbergkreis. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Entweder für die regelmäßige Mitarbeit, gerne aber auch im Rahmen von Kampagnenarbeit für ganz bestimmte Anliegen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!

Familienradtour von BUND und ADFC von Alsfeld nach Eifa am 23. August um 10.00h

im Rahmen von "Leo feiert" und "Stadtradeln"

Die Initiative "Bündnis Entlastung jetzt"

lud am 24. April nach Angersbach ein

Publikum in kleinem saal schaut auf Referenten und Moderatoren  (Philipp Balles)

und etwa 60 Interessentinnen und Interessenten kamen. Sie hörten zunächst die Ausführungen von Wulf Hahn  von Regio Consult Marburg über Möglichkeiten, aktuell und schnell Verbesserungen für die Anwohner der Bundesstraße zu erreichen. Einführende Worte übernahm Volker Obenhack aus Landenhausen; für die Moderation des Abends standen die Lauterbacher Berndt Ott und Matthias Petschke bereit.

Seit 1959 werde bereits von Planungen zur Ortsumgehung gesprochen, so ein Besucher der Veranstaltung. Ob die Ortsumgehung der B254 nun kommt oder nicht – keinesfalls würde das schnell geschehen. Und für die nächsten 10 Jahre sind Entlastungs-Maßnahmen für alle anliegenden Bürgerinnen und Bürger notwendig.

 Viele Ideen kamen vom Publikum: Tempo 30 für alle innerorts, Fahrverbote für LKW, Flüsterasphalt, Fahrbahnquerungen, Kreisel, Verkehrsinseln, Versetzung der Ortsschilder weiter nach außerhalb, Tempo-Anzeiger und Blitzgeräte. 

Der Geograf Wulf Hahn erklärte, dass das Regierungspräsidium für Anfragen und Anträge zuständig sei, die jeder Bürger und jede Bürgerin stellen könne.  Er sah gute Chancen für die Überprüfung von Lärm-Aktionsplan und Belastungen. 

Mehrfach wurde berichtet, dass man sich von der Kreisverkehrsbehörde und von hessen mobil abgewimmelt fühle. Es komme bei Vorschlägen zur Verkehrsberuhigung innerorts regelmäßig der Hinweis auf die geplante Umgehung - die Vorschläge würden dann als überflüssig abgetan.

Auch im Anschluss an die Veranstaltung kam es zu intensiven Gesprächen und Austausch zwischen den Teilnehmern - egal ob Gegner oder Befürworter der Umgehungsstraße. Denn an rascher Entlastung waren alle interessiert.

Veranstalter: „Initiative Entlastung jetzt“: BUND Vogelsberg, NABU Vogelsberg, ADFC, Stadtmarketing Lauterbach.

Aktionstag in Angersbach zur B254neu - Ortsumgehung Maar-Lauterbach-Angersbach-Landenhausen

Auf Teer wächst kein Getreide!“ - „Schiene statt Straße!“ - „Acker, Wiese, Wald - ist besser als Teer und Asphalt!“ -

Derzeit werden in Deutschland täglich etwa 52 Hektar geteert oder betoniert - das sind etwa 74 Fußballfelder. Für die Ortsumfahrung wären 60 Hektar für Natur, Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Artenvielfalt, Naherholung verloren.

Mehrere Informationsstände in Angersbach am 05. Juli 2025 gaben die Möglichkeit, Argumente im Für und Wider zur Ortsumgehung auszutauschen.

„Für so eine überflüssige Sache sind Millionen verfügbar – und unser Freibad ist seit Jahren geschlossen und wird nicht saniert“ – beklagte eine Passantin aus Bad Salzschlirf. Und erfreute sich – jedenfalls bisher noch – an der schönen Landschaft rund um die Burgruine Wartenberg.

Dass eine Überquerung der Bundesstraße in Landenhausen nur unter Lebensgefahr möglich sei, erklärte eine andere Fußgängerin. Darum sei sie ganz klar für die Ortsumgehung. Zu dieser Aussage hatten die Kundgebungsteilnehmer konkrete und rasch umsetzbare Vorschläge: Tempo 30 innerorts und Beschränkungen für den LKW-Verkehr mit den nötigen Kontrollen könnten für deutliche Lärmminderung bei gleichzeitig reduziertem Unfallrisiko sorgen. Was andernorts möglich ist, sollte auch bei uns umgesetzt und wirklich kontrolliert werden.

„Mit dem Geld könnte man wahrscheinlich die ganze Radwegeplanung des Vogelsbergkreises umsetzen“, war ein anderer Vorschlag. Dieser Radwegeplan schlummert nämlich seit seiner Fertigstellung in irgendeiner Schublade im Kreishaus – mangels Finanzierung.

„Wo soll die Trasse eigentlich lang gehen?“ fragte ein Baumarktbesucher. Eingehendes Studium des ausgelegten Karten- und Bildmaterials brachten Kopfschütteln für 20 Brücken und zahlreiche Auffahrten auf 12 Kilometern Baulänge. Und die prognostizierten 4 Minuten Zeiteinsparung dürften durch die geplanten Ampelanlagen ohnehin wieder aufgehoben werden, hörte man immer wieder an den Informationsständen bei Nahkauf, Baumarkt und Eisdiele.

Was wir verlieren würden: einzigartige Landschaften von großer Schönheit und Lebensräume für Pflanzen und Tiere, von Martin Kraus in Fotografien festgehalten, zeigten den geplanten Trassenverlauf von Maar bis kurz vor Müs.

"Nein, danke!" zu Naturzerstörung und Flächenversiegelung

Keine B 254 neu bei Maar-Lauterbach-Angersbach-Landenhausen

Maisfeld im Vordergrund, im Hintergrund zartgrüne Wiesen, Äcker und Wälder, der Ostrand von Angersbach sichtbar B254n - Trasse  (Martin Krauß)

Ist die Ortsumfahrung Lauterbach-Wartenberg schon beschlossen ? Nein – auch wenn mancher das gerne so hätte. Der Zeitplan: Im Herbst 2024 informiert Hessen-Mobil die Gemeinde-Parlamente; 2025 soll ein komplett neues Planfeststellungsverfahren für die 12 km lange Ortsumfahrung beginnen.

Was ist neu in der Planung ? Die angeblich geringere Eingriffswirkung ist auf "Überholstreifen" zurückzuführen - nun ist es möglich steilere Steigungen zu bauen, es muss weniger Erde bewegt werden. Allerdings: die Abschnitte mit „Überholstreifen“ sind deutlich breiter: 15 Meter statt 11.50 Meter – d.h. die Flächenversiegelung steigt.

Der aktuelle Planungsstand: https://mobil.hessen.de/presse/planung-der-b-254-ortsumgehung-lauterbach-und-wartenberg

Die geplante Trassenführung: mobil.hessen.de/sites/mobil.hessen.de/files/2022-02/uebersichtsplan_ortsumgehrung_lauterbach_b254.pdf

Der BUND sagt: gutes Ackerland und lebendige Hecken sind wichtiger als 4 Minuten rascher von Alsfeld nach Fulda! Und wir sind nicht allein. Am 21. August waren etwa 30 Menschen der Einladung in die Kulturspinnerei Lauterbach gefolgt. Wie die Vorstellungsrunde ergab, waren das überwiegend Menschen aus Lauterbach und Wartenberg, Vertreter des ADFC, des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und des Naturschutzbund (NABU), der Naturfreunde und des Stadtmarketing Lauterbach, aus der Parteienlandschaft gaben sich Vertreter der Linken und der Grünen zu erkennen.

Lauterbacher Geschäftswelt lehnt die Ortsumgehung B254 ab".https://osthessen-news.de

19.07.24 - Das Stadtmarketing Lauterbach hat nach der Bekanntgabe der neuen Planung zur Umgehungsstraße B254 eine Meinungsumfrage unter seinen 179 Mitgliedern durchgeführt. In einer Pressemitteilung heißt es jetzt: "Die Lauterbacher Geschäftswelt lehnt die neue Umgehung ab."

So sollen einige Mitglieder bereits im Vorfeld Bedenken geäußert und den Vorstand gebeten haben, nochmals tätig zu werden. 55 Prozent der Mitglieder haben sich an der Umfrage beteiligt, 73 Prozent der abgegebenen Stimmen lehnen die Umgehung ab, 27 Prozent seien dafür. "Diese ablehnende Haltung gegenüber einem Neubau wird auch im Vorstand mehrheitlich vertreten", erklärt der Verein "Stadtmarketing Lauterbach

Wir vom BUND finden das bemerkenswert: Okonomie und Ökologie passen (oft) sehr gut zusammen – schön, wenn unsere PolitikerInnen das auch verstehen.

Wir wollen Argumente sammeln und Menschen zusammenbringen, denn: die VogelsbergerInnen der Zukunft haben Besseres verdient als die Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrhundert.Klar wurde: es gibt viele und gute Gründe gegen die Planung. Hier nur ein Vorschlag aus der Runde, wie den Anwohnern an der Bundesstraße sofort zu helfen wäre: „Wenn ich durch Angersbach fahre, dann mit Tempo 30! Das hilft den Anwohnern und jede und jeder kann das ganz für sich machen, wir brauchen dafür kein Verkehrsschild! Genauso wenig wie für Tempo 100 auf der Autobahn!“

was wir verlieren würden: hier geht`s zum Film

und hier zum flyer