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BUND Kreisgruppe Vogelsberg

Rehkitz-Rettungsaktion

Einladung
zum dritten Runden Tisch zum Thema Kitzrettung am Donnerstag, dem 29.03.2018 in Lauterbach


Sehr geehrte Damen und Herren,


nun ist es schon ein Jahr her, seit wir uns zu unserem ersten Kitzrettungstreffen mit Info und Brainstorming trafen.
Sie alle möchten wir deshalb zu einem dritten Runden Tisch einladen, den aktuellen Stand der Dinge zu besprechen sowie weitere Maßnahmen für die kommende Mähsaison 2018 zu erörtern.


Das Treffen findet statt am
Donnerstag, dem 29. März
um 19:30 Uhr
im Posthotel Johannesberg
Bahnhofstraße 39
36341 Lauterbach


Die Tagesordnung finden Sie auf der folgenden Seite.
Wir sind stark aufeinander angewiesen, auf reibungslose Kommunikation, Ihre Erfahrungen, Ihren Einsatz und besonders auf Ihr Feedback.
Deshalb hoffen wir auf Ihre Teilnahme und freuen uns auf Ihr Kommen.


Mit herzlichen Grüßen
Ihr Orga-Team
Hans-Ullrich Weidner
Katharina Jacob
Barbara Bausch


Tagesordnung


für den Runden Tisch zum Thema Kitzrettung am Donnerstag, dem 29.03.2018 in
Beginn 19:30 Uhr in 36341 Lauterbach


1. Begrüßung
2. Kurze Vorstellungsrunde der Anwesenden
3. Rückblick auf die vergangene Mähsaison, Vorstellung der neuen Website

Konnte aus dem ersten Treffen bereits Hilfreiches mitgenommen und umgesetzt werden?
Wie gut funktioniert die Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern, Helfern?
4. Die Drohne – besser als Ihr Ruf
Als erfahrener Drohnenpilot und -verleiher informiert Jörg Fuchs über Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie, die uns im vergangenen Jahr sehr gute Dienste leistete.
5. Tipps und Tricks für Kitzrettung – Erfahrungen von Annette Pfeil
Annette Pfeil, ein „alter Hase“ auf dem Gebiet der Kitzrettung, teilt ihre Erfahrungen mit uns, gibt Tipps und Ratschläge, weiß, wo sich unerwartete Fallen auftun können.
6. Nicht so laut vor Jericho: Inge Schmitt informiert über akustische Vergrämungsmittel. Schmitt arbeitet seit langem erfolgreich mit verschiedensten und nicht überall Bekannten Geräten, die das Wild mit Geräuschen vertreiben.
7. Erfahrungsaustausch, Informationen für die nächste Saison
8. Offizielle Verabschiedung
9. Freies Gespräch 

Virtueller Vortrag über Waschbären und deren Jagd

Kaum ein Tier ist derzeit so umstritten wie der Waschbär. Seit den 30er Jahren ist er hier in Deutschland zu Hause, inzwischen nicht mehr wegzudenken. Er teilt sich mit uns den Lebensraum, zuweilen sogar das Haus. Wer ihn sieht, muss ihn einfach lieben, wer ihn unfreiwillig in Untermiete hat, lernt schnell, ihn zu hassen. Inzwischen ist er in Hessen jagdbares Wild, einige möchten ihm sogar die Schonzeit absprechen.

Wie man es schaffen kann, in Ortschaften friedlich mit diesem pfiffigen und flexiblen Neubürger zu leben, war Thema eines Vortrags von Katharina Jacob, der in Zusammenarbeit von TiNa, sowie den Kreisverbänden des NABU und BUND am Freitag, dem 09.03.2018, 19 Uhr im Kulturcafé Fliegende Ente präsentiert wurde. Jacob nahm ihre Zuschauer mit auf einen virtuellen Waschbärspaziergang, auf dem neben Biologie und Historie des Tieres Möglichkeiten vorgestellt wurden, wie man den Kleinbären in seiner Schranken verweist, sodass ein friedliches Miteinander möglich ist. Eine örtliche Dachdeckerfirma hat zudem eine Auswahl an Gegenständen zur Verfügung gestellt, die der Absicherung des Hauses gegen die Kletterkünstler dienen. Interessierte konnten sich über die Geräte informieren. Im Anschluss an den Vortrag gab es die Möglichkeit zum freien Gespräch mit Fragen, Kritik und Anregungen.

Waschbärexkurison in Lauterbach - Umstrittenes Thema

"Man kommt um das Bejagen nicht herum - aber man sollte ihnen auch ihren Lebensraum lassen." Diese Schlussfolgerung zog die Lauterbacher NABU-Naturführerin Katharina Jacob, als sie am Freitagabend eine Exkursion zu Stellen leitete, wo sich gerne Waschbären aufhalten. Außer dem NABU hatten auch der BUND und der Tier- und Naturschutzverein Unterer Vogelsberg zu dieser Führung eingeladen. Lebende Waschbären bekam man freilich nicht zu sehen, denn die haben gerade Winterruhe und sind zudem nachtaktiv.

Katharina Jacob hatte wenigstens Fotos von Waschbären dabei, die sie bei Schloss Eisenbach aufgenommen hatte. Seit 1934 breiten sich die Kleinbären in Deutschland aus, unter anderem waren einst welche aus Pelztierfarmen ausgebrochen, wie die NABU-Vertreterin schilderte. Bis 70 Zentimeter groß und neun Kilogramm schwer können Waschbären werden, sie bekommen zwei bis vier Junge pro Wurf. Wie bei anderen invasiven Arten gelte, so Jacob: Erst sind es nur ein paar, dann vermehren sie sich und irgendwann vermehren sie sich sprunghaft.

Wie viele dieser Tiere im Vogelsbergkreis leben, kann man nur schätzen. Verlässlich sind die Abschusszahlen: Knapp 3000 Exemplare verzeichnete diese Statistik im Jagdjahr 2016/2017 für den Vogelsbergkreis - inklusive der in Fallen gefangenen und auf Straßen überfahrenen Tiere. Entlang der Lauter, wo die Exkursion begann, scheinen sie sich wohlzufühlen. Zum einen, weil Leute ganze Brotlaibe und andere Nahrungsmittel im und am Fluss entsorgen. Ferner sind die kleinen Bären Allesfresser und nicht wählerisch. Ein Fehler sei es, streunenden Katzen Futter herauszustellen, denn auch das zieht diese Tiere an. Ebenso attraktiv auf Waschbären wirken relativ ungesichert im Freien stehende gelbe Tonnen sowie Bio-Tonnen, in denen sie so manchen Leckerbissen finden können. Oft werde es den guten Kletterern auch zu leicht gemacht, in die Häuser vorzudringen. Der größte Irrtum schlechthin sei es indes, die Tiere anzufüttern, denn das, erläuterte Jacob, nehme ihnen jede Scheu vor den Menschen.

In der Natur bestehe die Nahrung hauptsächlich aus Regenwürmern, Schnecken, Obst und Beeren, aber auch Eier, Jungvögel, Kröten und Fledermäuse verschmähen sie nicht. Die Exkursion führte weiter in Richtung Hainig. In den dortigen Feldgehölzen lebt Niederwild. Und wenn Waschbären Rebhuhngelege plündern, dann verstehen auch Tier- und Naturschützer keinen Spaß mehr, wie Katharina Jacob schilderte. Ein Höhepunkt der Exkursion war eine Hütte auf einem Gartengrundstück am Hainig, in die Waschbären eingedrungen waren und die sie ziemlich verwüstet hatten. Die Veranstaltung endete im Posthotel Johannesberg, wo auch Gerätschaften heimischer Dachdeckerbetriebe gezeigt wurden, mit denen man Häuser gegen die Kletterkünstler absichern kann. Eine weitere Veranstaltung zum gleichen Thema fand am Freitag, 9. März, ab 19 Uhr im Kulturcafé "Fliegende Ente" in Birstein-Völzberg statt. Um Voranmeldung wird gebeten. Der Eintritt war frei, Spenden erwünscht. 

Die Kuh ist kein Klimakiller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kuh-Vortrag
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