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BUND Kreisgruppe Vogelsberg

Wie kann ich den BUND unterstützen?

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BUND fordert Verkehrswende jetzt!

Klage gegen die A49

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten – unter diesem Motto ist der Bund für Umwelt und Naturschutz im Vogelsberg seit 1995 im Widerstand gegen den Bau dieser Bundesautobahn A49 aktiv.

Vor kurzem wurde klar, dass bei der Planfeststellung gegen die Wasserrahmenrichtlinie verstoßen wurde. Der BUND hat daher beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen die Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses für die A 49 (VKE 40) beantragt. Das Land hat das abgelehnt. Dagegen klagen wir. Nun ist die Klage frist- und formgerecht eingereicht, die Eingangsbestätigung des BVerwG (Bundesverwaltungsgericht in Leipzig)  ist da. Rechtsanwalt Nebelsieck arbeitet derzeit an der Klage-Begründung, die muss innerhalb von 10 Wochen fertig sein. Nun brauchen wir Geld.

 Unsere herzliche Bitte: wenn Sie es möglich machen können, dann unterstützen Sie die Klage mit einer projektbezogenen Spende.

 

Abgewickelt wird die Spende und die Finanzierung der Klage über die Kasse des BUND-Landesverband Hessen (***).

Auf folgender Internetseite erfährt man mehr über die Online-Spende: http://www.bund-hessen.de/spenden/ Sie ist hier möglich: https://archiv.bund.net/formular/index.php?f=spenden&st=lvhessen

Ansonsten sind hier die Daten:

BUND Hessen-Spendenkonto:
IBAN: DE46 5005 0201 0000 3698 53
BIC: HELADEF1822

Ganz wichtig: Verwendungszweck = Klage A 49 

(nur dann kommt das Geld sicher in die Prozess-Kasse)

Spendenquittung: Der BUND-Landesverband stellt für alle Spenden über 200.-€  „automatisch“ eine Spendenquittung aus. Spenden unterhalb von 200.- € werden vom Finanzamt ohne Quittung anerkannt, der Überweisungsbeleg genügt. Ca. 3 Wochen nach der Überweisung sollte die Spenden-Quittung des BUND-Landesverband eintreffen. Falls die ausbleibt: bitte melden bei w.dennhoefer(at)web.de. Wichtig: Auf dem Überweisungsformular die Adresse angeben, wenn eine Spendenquittung gewünscht wird (falls das nicht möglich ist: bitte E-Mail an w.dennhoefer(at)web.de, ich gebe die Daten an die Spendenkasse weiter).

Damit wir hinsichtlich der Klage-Finanzierung Sicherheit haben,  wäre es gut wenn wir jetzt schon einen Teil der möglichen Unterstützung als Spende erhalten würden. Wir freuen uns aber auch über Finanzierungszusagen** zu einem späteren Zeitpunkt – die Erfahrung aus anderen Verfahren hat gezeigt, dass sich Klageverfahren manchmal über Jahre hinziehen. (Formulierungsvorschlag siehe unten **)

 

Warum wir klagen:

Der BUND Landesverband Hessen kann als „Anwalt der Natur und Umwelt“ gegenüber umweltrelevanten Entschei­dungen eine gerichtliche Kontrolle erwirken. Ob wir klagen überlegen wir vorher sehr gründlich. Erstens: weil Klagen viel Geld und viel Arbeitszeit kosten (der BUND im Vogelsberg hat ca. 5.400.- € angespart, 3.500.- davon gehen nächste Woche in die Prozess-Kasse). Zweitens, und wichtiger: wir sind kein „Klage-Verein“.  Der BUND nutzt seine Klage­möglichkeit nur in ausgewählten Fällen, also um konkrete Gefahren für Mensch und Natur abzuwehren und um politische Veränderungen zu erreichen. Genau so ein Effekt ist mit der Klage „A49“  verbunden. Der Bau einer Autobahn quer durch ein Wasserschutzgebiet ist widersinnig.  Wenn man sich die regenarmen Sommer der letzten Jahre, die Absenkung des Grundwassers im Vogelsberg und umgebenden Gebieten und den traurigen Zustand unserer Waldbäume vor Augen führt, erscheint die Abholzung eines intakten Waldgebietes bizarr.

Der Bau der A49 ist der klassische „Planungs-Dinosaurier“. Wir würden es vorziehen, wenn die Politik die Entscheidung über das richtige, das heißt nachhaltig bessere, Verkehrsmanagement nicht an die Gerichte delegieren würde, sondern nach heutigem Wissensstand entscheiden würde. Die A49-Planung bedroht Wohn- und Erholungs- und Naturschutzgebiete. Bedroht ist ein wunderbares, naturnah bewirtschaftetes Waldgebiet – der Dannenröder Forst. Auch wenn Naturschutzverbände in einem Gerichtsverfahren vornehmlich Umwelt-und Naturschutzaspekte “einklagen” können, geht es uns darum, mit unserer Verbandsklage Natur und Menschen vor den massiven Auswirkungen der geplanten Autobahn zu schützen. Es ist unbestritten, dass Bewohner in bestimmten Ortsdurchfahrten erheblich unter dem bestehenden Verkehr leiden. Die A 49 ist allerdings nicht geeignet, diese Problematik zu lösen. Es gilt nach wie vor der kluge Spruch: Wer Straßen baut, wird Straßenverkehr ernten.

 Brauchen Sie mehr Informationen?

Einiges finden Sie in dieser pdf , in der auf das Wasserschutzgebiet vom BUND eingegangen wird, oder unter  https://schutzgemeinschaft-gleental.de/. Das Anklicken  lohnt sich, alleine für den Drohnenflug über den bedrohten Dannenröder Forst. Oder -noch besser – ein Herbstspaziergang im Dannenröder-Forst. Wer zu den Baumhäusern will: vom Sportplatz Dannenrod ist der Weg gut markiert.

Und noch ein link: https://www.oberhessen-live.de/2019/11/09/homberger-gruene-unterstuetzen-resolution-zum-baustopp-der-a-49/  hier finden Sie eine Umfrage: „Wie stehen Sie zum Bau der A 49?“ (abgerufen am 14.11.19, 10:00 Uhr)

 

·       Der Bau der A49 soll gestoppt werden. (55%, 3.175 Stimmen)    

·       Die A49 soll fertiggebaut werden. (45%, 2.590 Stimmen)                         Stimmen Gesamt: 5.765

 

 

 

** Formulierungsvorschlag für eine Verpflichtungserklärung


Ich bin ich bereit / sind wir bereit,

·        einen monatlichen Beitrag für zwei Jahre in Höhe von ……….Euro,

·        einen monatlichen Beitrag für die Zeit von einem Jahr in Höhe von ………Euro beizusteuern. (Bitte ergänzen bzw. Unzutreffendes streichen)

Diese Erklärung ist für Sie nicht bindend im juristischen Sinn. Wir vom BUND werden Sie dann um die Einlösung der Verpflichtungserklärung bitten, wenn ab 2020 weitere Verfahrens- und Anwaltskosten entstehen. Wir werden Sie dann um Überweisung auf das BUND-Spendenkonto bitten. Die Verpflichtungserklärung ist vom Prinzip des Vertrauens bestimmt. Deshalb kann sie auch in anderer Form als durch dieses Formular erfolgen.

Das Repaircafé gibt es auch im Vogelsberg

Im Alsfelder Ortsteil Billertshausen kann man Gegenstände zusammen mit erfahreren Helfern raparieren und so vermeinden, Ressourcen für neue Geräte zu verschwenden.

 

Es werden insbesondere Helferinnen und Helfer gesucht, die Handy- und Tablet-Displays auswechseln können.

Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft (EVG)

Du möchtest Gemüse und Obst aus der Region statt Ware aus Übersee essen und den Verein von Markus Pfeiffer unterstützen? Dann klicke auf den Link, um nähere Informationen zu bekommen. Hier ist der Flyer mit Infos zu dem angebotenen Gemüse etc.: pdf

Vegan ab Feld geht auch: Biozyklisch-veganer Anbau

Von Anja Bonzheim

Im Ökolandbau ist die Tierhaltung und die Verwendung tierischer Exkremente zur Düngung Gang und Gäbe. Mehr und mehr Menschen verzichten jedoch aus ethischen Gründen auf Lebensmittel tierischen Ursprungs und beklagen die wirtschaftliche Tierhaltung. Etwa ein Viertel der deutschen Biobetriebe wirtschaften viehlos, halten also selbst keine oder sehr wenige Nutztiere. Zur Düngung der Kulturen kaufen sie jedoch häufig Mist, Gülle, Jauche etc. zu oder verwenden organische Handelsdünger tierischer Herkunft. Diese Pelletdünger bestehen aus Horn-, Haar-, Feder-, oder Blutmehl und sind schlicht die Abfälle aus den konventionellen Schlachthöfen dieser Welt. Oft enthalten sie Antibiotikarückstände, kommen aber im ökologischen Gemüsebau trotzdem häufig zum Einsatz. Wer sich gesund ernähren möchte, hält davon vermutlich wenig.

Zudem wird hinsichtlich der Klimaschutzdebatte im deutlicher, dass die Landwirtschaft und vor allem der Sektor der Tierhaltung immens den Klimawandel befördert. Wege, Kohlenstoff zu binden, sowie Methan und Lachgas einzusparen, die um ein Vielfaches klimaschädlicher sind als CO2, müssen her.

Über eine neue Form der Landbewirtschaftung informiert der 2016 gegründete gemeinnützige Verein „Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.“. Biozyklisch-vegan, das meint eine Form des ökologischen Landbaus, in welchem Nährstoffkreisläufe anders geschlossen werden: statt Gülle, Jauche oder Hornmehl kommen hier pflanzliche, lang gelagerte Komposte bis hin zu Humuserde, Gründüngung und Mulchen mit Kleegras sowie andere Techniken der rein pflanzlichen Düngung zum Einsatz. Die wirtschaftliche Tierhaltung sowie die Verwendung von Betriebsmitteln tierischer Herkunft ist nicht erlaubt. Vegan ab Feld sozusagen. Zudem wird großer Wert auf die Förderung der Artenvielfalt und einen eher vorbeugenden Pflanzenschutz durch Blühstreifen, Pufferzonen und Nützlingshabitate gelegt. Mischkulturen, Zwischenfrüchte und weite Fruchtfolgen sorgen für ein stabiles Gleichgewicht und eine Erhaltung bzw. Wiederherstellung natürlicher Kreisläufe. Ein wichtiges Ziel biozyklisch-veganer Bewirtschaftung ist außerdem der Bodenschutz und die Sicherstellung einer langfristigen Bodenfruchtbarkeit durch den Aufbau von Dauerhumus. Biozyklisch-veganer Anbau ist also nicht nur ökologisch sinnvoll, es beugt zudem dem voranschreitenden Klimawandel vor, indem Kohlenstoff stabil in der Humuserde gebunden wird.

Seit letztem Jahr können Verbraucher*innen leichter erkennen, ob das Gemüse, das sie kaufen, vegan angebaut wurde, oder nicht. Das Siegel „biozyklisch-veganer Anbau“ garantiert, dass der Erzeugerbetrieb nach den „Biozyklisch-Veganen Richtlinien“ gewirtschaftet und sich einem Audit durch eine anerkannte Bio-Kontrollstelle unterzogen hat. Dies ist seit der Aufnahme der Anbaurichtlinien in die IFOAM Family Of Standards Ökobetrieben weltweit möglich. Betriebe, die biozyklisch-vegan produzieren, gibt es in Deutschland bisher zwei, einige Umstellungen sind geplant. In Griechenland sind es schon über 60 kleinbäuerliche Familienbetriebe, ein Frankreich hat sich kürzlich ein Weingut zertifizieren lassen. Aufgabe des o.g. Vereins ist es auch, die an einer Umstellung interessierten oder bereits biozyklisch-vegan wirtschaftenden Betriebe im deutschsprachigen Raum zu beraten und den biozyklischen Betriebsindex vor Ort aufzunehmen, bevor dann die Biokontrollstelle Ceres die eigentliche Kontrolle durchführt. Gespräche mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und die Aufklärung und Sensibilisierung von Verbraucher*innen über das neue Siegel gehören ebenso zum Aufgabenbereich des Biozyklisch-Veganen Anbau e.V.

Mitglied im Verein „Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.“ werden kann jede*r. Bisher hat der Verein ca. 50 Mitglieder, die sich aus engagierten Privatpersonen, Biofirmen, landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Betrieben sowie anderen Organisationen aus Tierschutz und Naturschutz zusammensetzen. Da sich die Arbeit im Moment lediglich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, ist eine (Förder-) Mitgliedschaft der effizienteste und einfachste Weg, uns zu unterstützen. Mehr Informationen sind auf unserer Homepage: www.biozyklisch-vegan.de oder unserer Facebookseite zu finden.

 

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